Warum und wozu?
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Während meines Aufenthalts hier in Costa Rica habe ich für die NGO ASCONA und damit in der Biblioteca Pública gearbeitet. Nun neigt sich mein Einsatz dem Ende zu. Für die Bibliothek hingegen beginnt eine sehr herausfordernde Zeit. Und damit meine ich nicht nur, dass ich als Freiwilliger gehen werde, sondern dass die gesamte Zukunft der Bibliothek gefährdet ist.
Die Tage, die wir in Curré verbracht haben, waren sehr heiße Tage mit vielen neuen Eindrücken. Dort habe ich die Koordinatorin von unserem Freiwilligendienst, Jahel, kennengelernt.
In den sechs Tagen haben wir hauptsächlich Frijolillos geerntet, geschält und gegessen. Zwischendrin - und auch oft währenddessen - sind ihre drei Kinder auf uns rumgesprungen. Der älteste und der jüngste Sohn sind 9 und 2 Jahre alt und die mittlere Tochter ist 5 Jahre alt. Alle zuckersüß auf ihre individuelle Art und alle quatschen sie am laufenden Band, was auch ab und zu zu Überforderung führen kann.
Beim Reisen ist es erstaunlich, in welch einer Vielzahl man Begegnungen erfährt, die einen stark spirituellen/esoterischen Touch haben. Zumindest geht es mir so. Durch die Distanz zu seinen liebsten Menschen ist man ausgehungert und dürstet nach jeglicher menschlicher Interaktion, die das Gehirn wahrscheinlich mit extra viel Glückshormonen belohnt. Außerdem hat man auf einmal die Kapazitäten und lässt sich viel lieber auf Gespräche ein, als in seinem sicheren Zuhause, in dem man in seiner eigenen Komfortzone vor sich hin wabert. Hinzu kommt, dass meist instant gegenseitiges Interesse da ist – aufgrund der einzigartigen Mischung aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Das ahnungslose Schwein wenige Momente vor seinem Tod
In der Semana Santa (Ostern) habe ich zum ersten Mal miterleben dürfen, wie ein Schwein geschlachtet wird. Da ich gelegentlich Fleisch esse, hielt ich es für notwendig, es auch auszuhalten, bei einer Schlachtung dabei zu sein. Letztendlich war es jedoch wirklich schwer zu ertragen – deutlich schlimmer und belastender, als ich es mir vorgestellt hatte.
Im Rahmen meiner Arbeit im Wildlife-Team hier durfte ich bereits eine spezielle Technik des Baukletterns erlernen. Bei unseren Einsätzen steht jedoch natürlich die eigentliche Arbeit im Vordergrund: Wir klettern auf den Baum, kontrollieren die Wildtierkameras, die an den sogenannten „Arboreal Bridges“ befestigt sind. Diese Seilbrücken ermöglichen es Baumwipfel-Arten, Straßen zu überqueren.