Warum und wozu?
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Es ist erstaunlich, wie schnell Woche um Woche vergeht. Die Zeit rennt schneller als ich die anstehenden Aufgaben abarbeiten kann. Doch was genau macht eine Freiwillige, die sich in Nicaragua Stück für Stück für die Umwelt einsetzt? Was macht sie an einem Ort namens Nueva Guinea, an dem die konventionelle Landwirtschaft, Viehhaltung und Besiedlungen vor 50 Jahren den Regenwald verdrängt haben und im Zuge des Baus des Nicaraguakanals auch zukünftig weiter verdrängen werden?

Zumindest ist es noch lange nicht zu Ende. In Costa Rica liegt die Lebenserwartung der Menschen bei durchschnittlich 78.06 Jahren, worauf auch alle Ticos/as sehr stolz sind (Vergleich Deutschland: durchschnittlich 80.32 Jahre). Diesen Blog möchte ich Gerardo V. widmen, einem 70 Jahre altem Campesino in Sarapiqui, Heredia, auf dessen Finca ich mehrere Tage gearbeitet habe. Warum, möchte ich euch erklären:

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Und dieses Jahr bekommen das Land Nicaragua und seine Bevölkerung etwas ganz Besonderes, einen gigantischen Kanal. So formulierte es sinngemäß Paul Oquist, der US-amerikanische Berater des Präsidenten Daniel Ortega, gegenüber der Zeitung The Guardian (1). Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch die Frage: Wer beschenkt hier eigentlich wen? Was das ganze Projekt allerdings tatsächlich mit einem Geschenk gemein hat ist, dass man vor dem Auspacken nicht weiß, was es genau drinsteckt.