Warum und wozu?
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Am 19. Oktober breche ich, nach wochenlangem Warten und komplizierten Vorbereitungen zum ersten Mal in das Dorf Las Vegas auf. In diesem Dorf (das auf der Karte auch unter dem Namen Caracol de la Vaca zu finden ist), leben sehr abgelegen etwa 600 Menschen, die sich der Gemeinschaft der Ngäbe zurechnen.
Cascarillo ist eine kleine zur Wiederaufforstung angekaufte Finca mit Hütte für Arbeitseinsätze oben in den Bergen. An diesem verregneten aber doch sehr schönen Ort war es mir im Oktober möglich, fünf Tage zusammen u.a. mit zwei Tagelöhnern aus Costa Rica und Nicaragua und dem Arbofila-Mitarbeiter Geovanni aus El Sur zu verbringen.
Bei meinem zweiwöchigen Arbeitseinsatz bei Arbofilia verbrachte ich die letzten Tage in dem kleinen Bergdorf Potenciana. Auch hier kauft Arbofilia Flächen ehemaliger Fincas auf und beginnt die Wiederaufforstung. Hierzu werden dem Klimawandel angepasste Baumarten, unter anderem verschiedenste Eichenarten, gepflanzt. Die Flächen werden von 1-2 lokalen Arbeitern, die gelegentlich von Freiwilligen unterstützt werden, gepflegt und umsorgt. Die spezielle Philosophie des Organisationsleiters Miguel macht die Arbeit stets interessant und einmalig.
Im ersten Blog über die Marina hat Miriam schon sehr ausführlich geschildert wie die erste Versammlung zum Megaprojekt der Cocodrilos verlaufen ist und Malina hat von einer zweiten Veranstaltung schon berichtet. Mir sind bei dieser zweiten Veranstaltung ein paar weitere Dinge aufgefallen, dass man durchaus nochmals darüber schreiben kann. Es gibt viele Stimme für diesen Yachthafen, aber auch viele Argumente dagegen, dass der Charakter dieses tropischen Dorfes verändert werden soll. Zur ersten Zusammenkunft sind die Verantwortlichen des Projektes, die Vertreter der Hoteliers „Cocodrilo“, nicht erschienen. Statt dessen haben sie eine eigene, zweite Versammlung organisiert, diesmal in der Schule von Puerto Jiménez. Dort hörten wir dann zum ersten Mal die Argumente des „Feindes“.
Costa Rica kann eine Vielzahl an wunderschönen Pflanzen vorweisen, die mir bisher noch nicht bekannt waren. Eine Pflanze, die mich jedoch besonders fasziniert, ist die Mimose. Sie hat ihren Ursprung in Südamerika, kommt in tropischen und subtropischen Wäldern, sowie in Südeuropa vor und wird auch als Sinnespflanze bezeichnet.