Warum und wozu?
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Menschen, die sich für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen einsetzen, werden selbst zunehmend Opfer von Gewalt ...
Der Begriff ‚Regenwald’ setzt sich bekanntermaßen zu annähernd gleichen Teilen aus den Wörtchen ‚Regen’ und ‚Wald’ zusammen. Während letzterer hier in der Nähe eher spärlich ist, sprich nur vereinzelt zwischen den Ananasplantagen in höheren Bergregionen anzutreffen, ergießt sich der Regen mit einer beeindruckenden Regelmäßigkeit über die Karibik, dass man durchaus seinen Tagesablauf danach richten kann beziehungsweise muss, wenn man wünscht, nicht nass zu werden, wie es die meisten Ticos bevorzugen.
Ein Stück geschützter Regenwald zwischen all den Feldern. Überquellend vor Vegetation. Dicht stehende Bäume, die den Himmel berühren, Schlingpflanzen und Moose, die dem Wald seine mysteriöse Aura geben und den Blick auf den Wasserfall umwuchern. Und dazwischen Affen und Vögel und Schmetterlinge. Ein Bild, ein Traum, wie er der kleinen, grünen, quadratischen Juanilama-Broschüre entspringt.
Wenn mich vor ca. einem Jahr jemand gefragt hätte: Weißt du was das für eine Pflanze ist?, wäre in der Mehrheit der Fälle die Antwort folgendermaßen ausgefallen: Keine Ahnung! Ich kann noch nicht behaupten, dass sich das bis heute geändert hätte und dennoch gibt es zwischen heute und dem letzten Jahr einen gewaltigen Unterschied. Nämlich ein ganzes Jahr in Costa Rica.
Über die Wichtigkeit des Elements Wasser ist sich jeder zumindest theoretisch bewusst. Den Wasserhahn aufzudrehen und frisches Trinkwasser in scheinbar unbegrenzten Ausmass zu empfangen lässt einen dieses Bewusstsein manchmal vergessen. Erst wenn Wasserknappheit herrscht oder das verfügbare Wasser nicht trinkbar ist, beginnt man am eigenen Leibe die Wichtigkeit des Rohstoffes Wasser zu spüren.
Nutztiere sind, entgegen der vielleicht bestehenden Annahme, Costa Rica bestünde nur aus Meer, Palmen und Früchten, hier von großer Bedeutung. Ticos verzehren gerne Fleisch, vornehmlich Hühnchen, ‚pollo frito’, was ein wenig an Kfc-Chickenwings erinnert, findet man an jeder Straßenecke. Als Vegetarier gelten hier Menschen, die kein Fleisch, wohl aber Geflügel und Fisch verzehren. Die uns bekannten Vegetarier ernähren sich hiesiger Ansicht nach ungesund, ihnen würde das essentielle Vitamin ‚Carnin’ fehlen, welches ausschließlich in Fleisch enthalten ist, wie uns von einer besorgten Mutter erzählt wurde.